Archiv für das 'cd-tipp'-tag

CD-Tipp: Sonne, Mond und Sterne von Peter Schindler

Die Sendung „Klassik, Pop et cetera“ ist eines der  an- und aufregendsten Formate  im Deutschlandfunk. Und aus Klassik, Pop et cetera stammen auch die Stilmittel, deren sich  der Komponist Peter Schindler bedient – ebenfalls  sowohl an- als auch aufregend.  „Sonne, Mond und Sterne“Schindler heißt die Szenische Kantate für Solisten,  Chor und Orchester,  die vor zweieinhalb Jahren in der Stuttgarter Liederhalle uraufgeführt wurde, Untertitel:  „Vom prallen Leben, von ewigen Nächten und nimmersattem Fragen“.

Was im Eingangschor („O Ewigkeit“) zunächst wie eine Carl-Orff-Kopie daher­zukommen scheint, entpuppt sich ‘CD-Tipp: Sonne, Mond und Sterne von Peter Schindler’ weiterlesen


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CD-Tipp: Munich Opera Horns

Das Verdi-und-Wagner-Jahr neigt sich seinem Ende zu, gerade noch rechtzeitig kommt eine CD auf den Markt, auf die manche schon seit Pfingsten gewartet haben: die Hornisten des Bayerischen Staatsorchesters haben ihre „Fan Faire“ vorgelegt.  Passend zum Doppeljubiläum erklingen eine Lohengrin-Fantasie und  eine Aida-Bearbeitung. Große Oper in kleiner Besetzung, klanglich ausgetüftelt bis ins Detail. Grandios. ‘CD-Tipp: Munich Opera Horns’ weiterlesen


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CD-Tipp: Yojo, die Zweite

TYXart_13028_CD_Cover_copyrightNa, dieser junge Mann traut sich was: Im langsamen Satz von Beethovens Pathétique, an der elegischen as-Moll-Stelle, gibt er unvermittelt Gas, verdoppelt mal eben das Tempo – und verblüfft den Zuhörer mit der Erkenntnis, dass das absolut in Ordnung geht. Ein schneller Mittelteil im Adagio cantabile  -  ja warum eigentlich nicht? Mozart hat das in seinem d-Moll-Klavierkonzert ausdrücklich vorgeschrieben. Und bei der vorliegenden Beethoven-Einspielung zeigt es sich, dass dieser völlig unvorschriftsmäßige Umgang mit dem Urtext funktioniert. Es muss halt nur der Richtige am Flügel sitzen

Der 17-jährige Yojo, mit bürgerlichem Nachnamen Christen, ist es, der mit jugendlich leichtem Sinn die op. 13 gegen den Strich bürstet. ‘CD-Tipp: Yojo, die Zweite’ weiterlesen


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CD-Tipp: Mendelssohns Violinsonaten

reinerWir sehen (auf dem Cover): zwei nicht übermäßig froh gestimmte Herren, der ältere hält eine Geige unter dem Arm, der jüngere steht mit leeren Händen da. Wir hören: Kammermusik, wie man sie sich  delikater, musikantischer, farbiger kaum wünschen kann. Andreas Reiner, einst Primarius des Rosamunde-Quartetts, und sein Begleiter Desar Sulejmani haben drei nur wenig bekannte Werke der romantischen Literatur eingespielt: die Violinsonaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Und damit einen unbedingt  hörenswerten Beitrag geleistet zur Mendelssohn-Rezeption, die vielen, auch  großen Bemühungen zum Trotz  noch  immer unter dem Gift antisemitischer Vorurteile leidet. ‘CD-Tipp: Mendelssohns Violinsonaten’ weiterlesen


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CD-Tipp: Lieder von Georges Catoire

Anna Zassimova ist nicht nur eine fabelhafte Pianistin. Die heute in Karlsruhe lebende Russin ist auch eine ausgewiesene Expertin für Leben und Werk ihres Landsmannes Georges Catoire (1861 bis 1926), über den sie ihre Dissertation schrieb.

Schon einmal hat Anna Zassimova eine Catoire-CD vorgelegt – Werke für Violine und Klavier mit dem Geiger Laurent Albrecht Breuninger –, nun hat sie sich gemeinsam mit der Sopranistin Yana Ivanilova dem Liederschaffen des Komponisten gewidmet. Und höre da: Catoire hat an der Schwelle zwischen Spätromantik und russischem  Expressionismus (zu dessen Begründer Zassimova den Meister zählt) eine faszinierende Tonsprache mit überreicher, doch nie überbordender Harmonik und Melodik entwickelt. Eine gute dreiviertel Stunde  lang eröffnen die beiden Künstlerinnen mit Sensibilität und Klangsinn völlig neue Perspektiven in die Musik aus dieser Zeit. Und das erste Lied – „Abend“ nach einem Gedicht von Alexei Apuchtin –  hat mit seinem anrührenden Melos nachgerade Ohrwurmqualitäten.


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CD-Tipp: Wilhelm Backhaus – Live at Carnegie Hall

BackhausVor einigen Tagen rief mich ein Herr in der Redaktion an. Er lebe im Harz und habe zufällig die Print-Version meiner Derzhavina-Besprechung in die Hände bekommen. Der Text habe ihm so gut gefallen, dass er mich einfach habe anrufen müssen, um mir das zu sagen. Wir unterhielten uns eine Weile  über diese außergewöhnliche Pianistin, über ihre Kollegin Dina Ugorskaja, über Leon Fleisher,  über Lang Langweilig (das Wortspiel war ihm neu, es hat ihn aber sehr amüsiert) und nicht zuletzt über Wilhelm Backhaus, den er persönlich sehr gut gekannt habe. Und dann hatte die Sache noch ein Nachspiel. Und was für eines. ‘CD-Tipp: Wilhelm Backhaus – Live at Carnegie Hall’ weiterlesen


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CD-Tipp: die Box zu Leon Fleishers 85. Geburtstag

Leon-Fleisher-The-Complete-Album-CollectionDas ist der Mann mit den zwei Gesichtern: ein jugendliches, etwas rundliches, oft strahlendes. Und ein eher hageres, bärtiges, vom Leben gebeuteltes, aber nicht gebrochenes. Leon Fleisher, der heute, am 23. Juli, 85 Jahre alt wird, gehört zu den ganz großen Pianistenpersönlichkeiten unserer Zeit.

Er war ein optimistischer Senkrechtstarter, dieser Artur-Schnabel-Schüler, der Johannes  Brahms’ Händelvariationen so kraftvoll, federnd und transparent drauf hatte, wie sonst keiner. ‘CD-Tipp: die Box zu Leon Fleishers 85. Geburtstag’ weiterlesen


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CD-Tipp: Volodos spielt Mompou

Selten gehen bei einer CD Inhalt und Verpackung eine so  geglückte Verbindung ein: „Volodos plays Mompou“ wurde illustriert mit Motiven des Architekten Antoni Gaudí. Und wie Gaudí steht  sein gut vierzig  Jahre später geborener katalanischen Landsmann Frederic Mompou (1893–1987) mit seiner Kunst irgendwann  ganz einzigartig da. Nur, dass sein Name im Gegensatz zu dem von Gaudí kaum bekannt ist.

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CD-Tipp: die Haydn-Sonaten mit Ekaterina Derzhavina

Ist das Scarlatti? Schubert? Ein unbekannter Beethoven? Dass Joseph Haydn manchmal „klingt wie . . .“, weiß die Pianistin Ekaterina Derzhavina natürlich. Und sie berichtet im Booklet ihrer Gesamtaufnahme der Haydn’schen Klaviersonaten mit einer gewissen diebischen Freude, wie sie einmal einen befreundeten Kollegen – wenn auch unabsichtlich –  aufs Glatteis geführt hat. Doch bei allem Spaß und aller Freude an der stellenweise überaus humorvollen Handschrift des Wiener Klassikers ist das Haydn-Projekt für die 1967 in Moskau geborene Künstlerin eine tiefernste Angelegenheit, der sie sich über einen Zeitraum von zwanzig Jahren verschrieben hat. ‘CD-Tipp: die Haydn-Sonaten mit Ekaterina Derzhavina’ weiterlesen


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CD-Tipp: das Violinkonzert von Ermanno Wolf-Ferrari

Es ist eine tröstliche Erkenntnis: Manchmal gibt es so etwas wie Gerechtigkeit im Leben. Auch wenn sie so spät kommt wie in der Geschichte von der unglaublichen Liebe zwischen Ermanno Wolf-Ferrari und Guila Bustabo. Er, der spätromantische Meister, hat für sie, die vierzig Jahre jüngere, heute längst vergessene Stargeigerin, ein Violinkonzert geschrieben, das zu den schönsten seiner Gattung gehört. Diese Erkenntnis verdanken wir dem Dirigenten Friedrich Haider, der das Werk wieder entdeckt und mit der spanischen Oviedo Filarmonía und dem Solisten Benjamin Schmid eingespielt hat. ‘CD-Tipp: das Violinkonzert von Ermanno Wolf-Ferrari’ weiterlesen


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