Archiv für das 'cd-tipp'-tag

CD-Tipp: Tanja Becker-Bender spielt Busoni

tanja-becker-bender-5[1]Wem da nicht das Herz aufginge: Wenn Tanja Becker-Bender (Foto: Uwe Arens) am Anfang von Ferruccio Busonis Violinkonzert zu  dieser aufsteigende Fünfersequenz anhebt,  wenn sie ihr Klangvermögen in allen Lagen ausbreitet, ihr Legato und vor allem ihr elektrisierendes Spiccato, dann müsste ein Holzohr sein, den das nicht rührte.

Mit dieser Maßstäbe setzenden  CD zeigt die gebürtige Stuttgarterin erneut, ‘CD-Tipp: Tanja Becker-Bender spielt Busoni’ weiterlesen


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CD-Tipp: Alexander Maria Wagner solo

TYXart_14040_CD_Cover_300.jpgDoppelbegabungen – Interpret und Komponist – waren früher  häufig. Heute sind sie eher rar. Ein herausragendes Beispiel der Gegenwart für so eine Kombination   ist der 1995 geborene Alexander Maria Wagner.

Eine phänomenale 1. Sinfonie für großes Orchester hat er als 14-Jähriger vorgelegt, nicht weniger fulminant ‘CD-Tipp: Alexander Maria Wagner solo’ weiterlesen


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CD-Tipp: Atavistic Music mit Alexander Suleiman und Yojo

Der Pianist Yojo ist schon mit Lang Lang verglichen worden. Das mag er nicht, und es charakterisiert ihn auch nicht korrekt.  Er ist auch schon mit Friedrich Gulda gleichgesetzt worden – was dem jungen Mann schon eher gerecht wird. Zumal Yojos Stief- und Ziehvater, der Komponist Franz Hummel, eng mit dem österreichischen Weltklassemusiker  befreundet war.

Was Yojo aber von Gulda unterscheidet: sein Jazz zündet, ‘CD-Tipp: Atavistic Music mit Alexander Suleiman und Yojo’ weiterlesen


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CD-Tipp: das Atos-Trio mit Schostakowitsch

AtosWenn es eine  Musik gibt, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt, dann diese: Dmitri Schostakowitschs zweites Klaviertrio in e-Moll, entstanden im Kriegsjahr 1944 und  dem Andenken  des Universalgelehrten  Iwan Sollertinski gewidmet. Das ganze Elend eines Menschen spricht aus dem Anfang, einer fugierten Klage, in den Instrumenten weit gefächert über fünf, sechs Oktaven, rhythmisch vorangetrieben von einem pochenden Daktylus, schon bei Franz Schubert das Versmaß der Einsamen und der Verzweifelten. ‘CD-Tipp: das Atos-Trio mit Schostakowitsch’ weiterlesen


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CD-Tipp: Sonne, Mond und Sterne von Peter Schindler

Die Sendung „Klassik, Pop et cetera“ ist eines der  an- und aufregendsten Formate  im Deutschlandfunk. Und aus Klassik, Pop et cetera stammen auch die Stilmittel, deren sich  der Komponist Peter Schindler bedient – ebenfalls  sowohl an- als auch aufregend.  „Sonne, Mond und Sterne“Schindler heißt die Szenische Kantate für Solisten,  Chor und Orchester,  die vor zweieinhalb Jahren in der Stuttgarter Liederhalle uraufgeführt wurde, Untertitel:  „Vom prallen Leben, von ewigen Nächten und nimmersattem Fragen“.

Was im Eingangschor („O Ewigkeit“) zunächst wie eine Carl-Orff-Kopie daher­zukommen scheint, entpuppt sich ‘CD-Tipp: Sonne, Mond und Sterne von Peter Schindler’ weiterlesen


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CD-Tipp: Munich Opera Horns

Das Verdi-und-Wagner-Jahr neigt sich seinem Ende zu, gerade noch rechtzeitig kommt eine CD auf den Markt, auf die manche schon seit Pfingsten gewartet haben: die Hornisten des Bayerischen Staatsorchesters haben ihre „Fan Faire“ vorgelegt.  Passend zum Doppeljubiläum erklingen eine Lohengrin-Fantasie und  eine Aida-Bearbeitung. Große Oper in kleiner Besetzung, klanglich ausgetüftelt bis ins Detail. Grandios. ‘CD-Tipp: Munich Opera Horns’ weiterlesen


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CD-Tipp: Yojo, die Zweite

TYXart_13028_CD_Cover_copyrightNa, dieser junge Mann traut sich was: Im langsamen Satz von Beethovens Pathétique, an der elegischen as-Moll-Stelle, gibt er unvermittelt Gas, verdoppelt mal eben das Tempo – und verblüfft den Zuhörer mit der Erkenntnis, dass das absolut in Ordnung geht. Ein schneller Mittelteil im Adagio cantabile  -  ja warum eigentlich nicht? Mozart hat das in seinem d-Moll-Klavierkonzert ausdrücklich vorgeschrieben. Und bei der vorliegenden Beethoven-Einspielung zeigt es sich, dass dieser völlig unvorschriftsmäßige Umgang mit dem Urtext funktioniert. Es muss halt nur der Richtige am Flügel sitzen

Der 17-jährige Yojo, mit bürgerlichem Nachnamen Christen, ist es, der mit jugendlich leichtem Sinn die op. 13 gegen den Strich bürstet. ‘CD-Tipp: Yojo, die Zweite’ weiterlesen


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CD-Tipp: Mendelssohns Violinsonaten

reinerWir sehen (auf dem Cover): zwei nicht übermäßig froh gestimmte Herren, der ältere hält eine Geige unter dem Arm, der jüngere steht mit leeren Händen da. Wir hören: Kammermusik, wie man sie sich  delikater, musikantischer, farbiger kaum wünschen kann. Andreas Reiner, einst Primarius des Rosamunde-Quartetts, und sein Begleiter Desar Sulejmani haben drei nur wenig bekannte Werke der romantischen Literatur eingespielt: die Violinsonaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Und damit einen unbedingt  hörenswerten Beitrag geleistet zur Mendelssohn-Rezeption, die vielen, auch  großen Bemühungen zum Trotz  noch  immer unter dem Gift antisemitischer Vorurteile leidet. ‘CD-Tipp: Mendelssohns Violinsonaten’ weiterlesen


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CD-Tipp: Lieder von Georges Catoire

Anna Zassimova ist nicht nur eine fabelhafte Pianistin. Die heute in Karlsruhe lebende Russin ist auch eine ausgewiesene Expertin für Leben und Werk ihres Landsmannes Georges Catoire (1861 bis 1926), über den sie ihre Dissertation schrieb.

Schon einmal hat Anna Zassimova eine Catoire-CD vorgelegt – Werke für Violine und Klavier mit dem Geiger Laurent Albrecht Breuninger –, nun hat sie sich gemeinsam mit der Sopranistin Yana Ivanilova dem Liederschaffen des Komponisten gewidmet. Und höre da: Catoire hat an der Schwelle zwischen Spätromantik und russischem  Expressionismus (zu dessen Begründer Zassimova den Meister zählt) eine faszinierende Tonsprache mit überreicher, doch nie überbordender Harmonik und Melodik entwickelt. Eine gute dreiviertel Stunde  lang eröffnen die beiden Künstlerinnen mit Sensibilität und Klangsinn völlig neue Perspektiven in die Musik aus dieser Zeit. Und das erste Lied – „Abend“ nach einem Gedicht von Alexei Apuchtin –  hat mit seinem anrührenden Melos nachgerade Ohrwurmqualitäten.


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CD-Tipp: Wilhelm Backhaus – Live at Carnegie Hall

BackhausVor einigen Tagen rief mich ein Herr in der Redaktion an. Er lebe im Harz und habe zufällig die Print-Version meiner Derzhavina-Besprechung in die Hände bekommen. Der Text habe ihm so gut gefallen, dass er mich einfach habe anrufen müssen, um mir das zu sagen. Wir unterhielten uns eine Weile  über diese außergewöhnliche Pianistin, über ihre Kollegin Dina Ugorskaja, über Leon Fleisher,  über Lang Langweilig (das Wortspiel war ihm neu, es hat ihn aber sehr amüsiert) und nicht zuletzt über Wilhelm Backhaus, den er persönlich sehr gut gekannt habe. Und dann hatte die Sache noch ein Nachspiel. Und was für eines. ‘CD-Tipp: Wilhelm Backhaus – Live at Carnegie Hall’ weiterlesen


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