Gspäßiges – und ein phänomenaler Chopin-Interpret

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Auf  “SWR 2 an  Morgen” läuft nicht selten Schönes, manchmal aber auch ziemlich Gespäßiges: “Butterfly chase” nach Chopins Ges-Dur-Etüde op. 25/9, arrangiert von einem gewissen Bernd Lhotzky und gespielt von den Echoes of swing gehört in diese Kategorie. Damit könnte man auch einen Dick-&-Doof-, pardon!, Laurel-und-Hardy-Film untermalen. Nehmen wir also den musikalischen Klamauk zum Anlass, um im Vorbeigehen auf einen phänomenalen Chopin-Interpreten hinzuweisen, den mir ein geschätzter Kollege dieser Tage ans Herz gelegt hat: Ignaz Friedmann.

Wie der, schellackverrauscht, die “Schmetterlings-Etüde” spielte (und vieles anderes mehr), hat mich umgehauen. Noch selten habe ich einen Pianisten gehört, der seine agogische Freiheiten so verblüffend plausibel macht (ich bin da ja sonst sehr heiklig), der die Stimmen so transparent nebeneinander her und auch gegeneinander führt, der einem ein altbekanntes Stück so neu erscheinen lässt.

Wer’s nicht glaubt: auf Track 15 gibt’s eine Kostprobe davon.

 

 

 

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