Archiv für die 'Verlosungen' Kategorie

Verlosung: Der exzellente Dokumentarfilm “Whores’ Glory”

Gute Filme hat das letzte Jahr einige gebracht, und die Liste der Favoriten wird jeder für sich anders zusammenstellen. Die Liste der wichtigen Filme ist stets kürzer. 2011 dürften aber die meisten, die sie gesehen haben, Michael Glawoggers Dokumentation „Whore’s Glory“ zu den wichtigen Werken sortiert haben. Glawogger erzählt von Prostitution als Musterfall der Globalisierung, der neuen Macht von Angebot und Nachfrage, der Kreativität beim heuchlerischen Bemänteln grässlicher Zustände. Unsere Kritik von damals verlinke ich einfach mal. Und verweise noch auf ein Interview mit Glawogger auf dessen Homepage. Es gibt nämlich was Freudiges zu verkünden: Das Label Delphi Film hat uns drei Exemplare der DVD zur Verlosung zur Verfügung gestellt. ‘Verlosung: Der exzellente Dokumentarfilm “Whores’ Glory”’ weiterlesen


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Verlosung: „Frozen River”

Papa ist weg. Das bisschen Geld, das die Familie angespart hat, um die bei Lieferung fällige zweite Rate für das neue Trailer Home zu bezahlen, hat er auch mitgenommen. Anfangs denkt Ray Eddy (die sehr beeindruckende Melissa Leo), ihr Typ versaufe und verzocke das Geld nur mal wieder im nächsten Casino. Dann merkt sie, dass er sich diesmal wohl ganz dünne gemacht hat. Das werden ihre sowieso schon etwas verstörten beiden Kinder nicht so einfach wegstecken. Der Lieferant des Hauses dreht mit dem Tieflader wieder um, als er keine Kohle bekommt. Und macht Ray klar, dass sie die bestellte Blechkabine bald auslösen muss, oder die geleistete Anzahlung ist auch noch futsch. Aber Rays Lohn für ihren Aushilfsjob in einem Supermarkt reicht kaum zur Deckung der laufenden Kosten.

Aus der Notlage wird es in „Frozen River” von Courtney Hunt einen illegalen Ausweg geben. Der Film spielt nämlich im Norden des Bundesstaates New York, an der Grenze zu Kanada. Dort leben dies- und jenseits der Linie Indianer, die aus vielen Gründen wenig Anlass haben, solche Grenzziehungen zu respektieren. Ray steigt ins Menschenschleppergeschäft ein, zusammen mit einer Mohawk-Frau, mit der sie wenig mehr verbindet als die Geldnot und das gegenseitige Misstrauen.

„Frozen River” pfriemelt jetzt aber keine exaltierten Spannungssituationen zurecht, verliert sich nicht im bloßen Aufschreckwettbewerb der Thrillerknallfrösche, sondern bleibt nah dran am Realen, Alltäglichen. Spannend ist hier, ob das Eis unter den Autorädern halten wird, wenn die Frauen über einen zugefrorenen Fluss die Grenzkontrollen umkurven. Und Mitgefühl wird durch die ganze Grundkonstellation erzeugt, durch die Sichtbarmachung der Zwänge im Leben jener, bei denen der amerikanische Traum längst vom sozialdarwinistischen Wachzustand verscheucht wurde. „Frozen River”, für den Melissa Leo die Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin erhielt und Courtney Hunt die Nominierung für ihr Originaldrehbuch, erzählt in Krimiform, schnörkellos und glaubhaft, von der armen Mehrheit in den USA, von überhaupt nicht gierigen Versuchen, über die Runden zu kommen, die einen schon halb ins Gefängnis bringen.

Dass da im Überangebot der DVD-Premieren ein kleines Juwel steckt, hat sich leider nicht herumgesprochen. Courtney Hunts Film kann ein wenig Mundpropaganda gebrauchen, weshalb ich sehr gerne die beim Label Lighthouse Home Entertainment erschienene deutsche DVD verlose. Wer sich dafür interessiert, mailt einfach an tklpost(ät)me.com. Und diesmal bitte im Hauruckverfahren, bis Sonntagabend 20 Uhr, nebst Hinweis, ob im Gewinnfall die Namensveröffentlichung gewünscht ist. Der Rechtsweg, der Nachschlag und die 100-Jahre-Garantie sind wie immer ausgeschlossen.

Frozen River

USA 2008/ Regie und Buch: Courtney Hunt / Mit Melissa Leo, Misty Upham, Charlie McDermott u.a.

Lighthouse DVD, Blu-ray.

Bild: 1:2,4 / Sprache: Deutsch Englisch DD 5.1. / Keine Untertitel, keine Extras / 97 Minuten.


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Verlosung (abgeschlossen): „Precious”

„Geh mir weg, das ist doch deprimierend”: mit diesem Satz oder einer erkennbaren Variante davon ist jeder schon mal konfrontiert worden, der einen großen, ernsten Film weiterempfehlen wollte. „Precious”, von Lee Daniels nach einem Roman der afroamerikanischen Autorin Sapphire in Szene gesetzt, ist das Musterbeispiel für solch einen großartigen, aber zunächst einmal abschreckenden, einschüchternden, depressionsverheißenden Film.Denn er erzählt von einem schwarzen Mädchen aus Harlem, von der so gut wie analphabetischen, krankhaft übergewichtigen, vom Vater wie der Mutter sexuell missbrauchten Precious (Gabourey Sidibe). Das Überraschende ist, dass Daniels’ Milieustudie zwar das soziale Elend dramaturgisch enorm verdichtet, trotzdem aber kein Porträt der Hoffnungslosigkeit liefert. „Precious” macht mehr Mut als Regalladungen anderer Wohlfühlfilme, die genau diese Absicht fröhlich vor sich hertragen. ‘Verlosung (abgeschlossen): „Precious”’ weiterlesen


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Verlosung (abgeschlossen): „Cybill – Staffel 1”

Schauspieler stehen im Glanz der Scheinwerfer? Ja, manche. Manche kriechen im Morast der miesesten Engagements umher. Den Beruf als fortgesetzte Peinsamkeit stellt uns Cybill Shepherd der Sitcom „Cybill” zu Beginn jeder Episode vor. Ihre Figur Cybill Sheridan ist eine Hollywood-Actrice jenseits der Vierzig, eine jener vielen Beinahe-aber-dann-doch-nicht-Diven, die in ihrer Jugend nie die große Rolle bekamen und nun für jeden jämmerlichen Job dankbar sein müssen. ‘Verlosung (abgeschlossen): „Cybill – Staffel 1”’ weiterlesen


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Verlosung (abgeschlossen): „OSS 117 – Er selbst ist sich genug”

Die französische Agentenfilmparodie „OSS 117 – Er selbst ist sich genug” war außer beim Fantasy Filmfest leider nie im deutschen Kino. Zur Ankurbelung der hochverdienten Mundpropaganda verjuxt, verjubelt und verschenkt das freundliche Label Koch Media Home Entertainment darum an Propellerinsel-Besucher insgesamt 3 Exemplare der DVD. ‘Verlosung (abgeschlossen): „OSS 117 – Er selbst ist sich genug”’ weiterlesen


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